Österreichische Küche, eine schmackhafte Reise durch die Geschichte

Wenn Sie zünftige Fleischgerichte und Süßspeisen zum Dahinschmelzen lieben, dann ist die österreichische Küche genau das Richtige für Sie. Neben Gulasch und Schnitzel sind die wesentlichen Elemente der Fleischküche der Tafelspitz und der Zwiebelrostbraten. Zu den Klassikern zählen außerdem das Schwarze Scherzl, das Hieferschwanzl, das Magere Meisl und der Kruspelspitz. Besonders beliebt bei Naschkatzen ist der Kaiserschmarrn, zum Beispiel karamellisiert, mit Zwetschkenröster oder Rosinen. In der österreichischen Küche vereinen sich verschiedene Einflüsse. In Wien, dem Handelszentrum und Hauptstadt des Landes, begegneten sich über die Jahrhunderte eine Fülle von Kulturen. Im Zeitalter der großen Völkerwanderung kamen Bayern und Franken, West- und Ostgoten, Hunnen, Langobarden sowie Slawen und Awaren in das heutige Österreich. Während der Babenberger-Herrschaft gab es durch die Heiratspolitik außerdem viele Zuwanderer aus Böhmen, dem Schwabenland, Byzanz und Ungarn. Dank verschiedener Gemüse-, Getreide- und Fruchtarten sowie der unterschiedlichen Ackerwirtschaft und Nutzviehhaltung konnte der farbenfrohe Völkermix die populäre österreichische Kulinarik mit Kaiserschmarrn & Co. formen.

Schnitzel, Gulasch, Kaiserschmarrn und mehr

Ein Import aus der Zeit des Habsburger Reiches ist zum Beispiel das allseits beliebte Gulasch, das seine Wurzeln in Ungarn hat. Bis heute erfreuen sich Wiener Gulasch, Fiaker-Gulasch und Zigeuner Gulasch großer Beliebtheit. Auch Gerichte wie gefüllte Paprikaschoten oder Paprikahühnchen stammen aus Ungarn. Beim Wiener Schnitzel, das seine Bezeichnung im 19. Jahrhundert erhielt und bereits im „Allerneuesten allgemeinen Kochbuch“ von 1831 Erwähnung fand, handelt es sich um ein paniertes und ausgebackenes, dünnes Schnitzel aus Kalbfleisch. Neben diesemKlassiker haben sich auch Varianten wie das Rahmschnitzel und das Champignonschnitzel etabliert. Dem böhmischen Einfluss sind vor allem Mehlspeisen wie Palatschinken und Kaiserschmarrn, aber auch Knödel, die in der österreichischen Küche traditionell zum Schweinsbraten gereicht werden, zuzuschreiben. Wissen Sie eigentlich, warum der Kaiserschmarrn „Kaiserschmarrn“ heißt und den Herrscher buchstäblich im Namen hat? Um hausgemachte Speisen der profanen Hausmannskost zu entheben, erhielten sie früher oft ein besonderes Prädikat, nämlich „kaiserlich“. So wurden Begriffe wie Kaisersemmeln, Kaiserschöberl oder Kaiserfleisch geprägt. Wenn man von der seit dem 19. Jahrhundert nahezu unveränderten Wiener Küche spricht, ist auch oft vom Genussland Österreich die Rede. Dies geschieht vollkommen zu Recht, denn für welches Mahl Sie sich auch entscheiden, pure Gaumenfreuden sind garantiert.

Autor: Stefan Mittendorfer

 

Ihr Gasthof Mittendorfer Team, im Herzen von Haag am Hausruck

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